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Ameisen

Ameisen: Königinnen, die kooperieren

Meldung vom Dienstag, 9. August 2011 - Sie wurden dabei gefilmt: Zwei Ameisenköniginnen, wie sie zusammenarbeiten. Und das ist ungewöhnlich, denn bisher glaubte man, Ameisenköniginnen duldeten keine Konkurrenten neben sich.

Ein Filmteam der "BBC" hat die überraschenden Szenen im Bau von Honigameisen eingefangen. Dabei kooperierten zwei Königinnen, um eine neue Kolonie zu gründen. Das zu dokumentieren, war kein einfaches Unternehmen. Die Tierfilmer verbrachten dafür fünf Monate in der Wüste Arizonas. Sie warteten geduldig ab, bis die Tiere aus einer Mutterkolonie zur Paarung ausschwärmten. Dann verfolgten sie die Tiere, die sich gepaart hatten, bei ihrer Suche nach einem geeigneten Ort für eine neue Kolonie. Ist der gefunden, graben die jungen Königinnen die ersten Höhlen für den neuen Bau selbst in den Erdboden. Diese schwere Aufgabe teilten sich offenbar zwei der frisch gekrönten Herrscherinnen.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Ameisenkolonien mit Tieren unterschiedlichen Charakters sind erfolgreicher

Meldung vom Montag, 4. Juli 2011 - Der Erfolg liegt in der Vielfalt. Ameisenkolonien können umso mehr Nachwuchs großziehen, je stärker sich die einzelnen Mitglieder in ihrem Charakter unterscheiden. Das berichten Forscher der Universität Mainz in der Fachzeitschrift „Behavioral Ecology“. Sie untersuchten die Ameisenart Temnothorax longispinosus. Diese bildet Kolonien mit durchschnittlich 35 Arbeiterinnen.

Um die Heterogenität innerhalb einer Gruppe zu testen, wählten sie Tiere aus 39 verschiedenen Kolonien aus und testeten ihre Aggressivität. So entstand für jedes Tier und schließlich für jede Kolonie ein Verhaltensprofil. Im Ergebnis zeigte sich, dass es unter 39 Kolonien keine gab, die komplett aggressiv war.

Die Forscher schließen daraus, dass dies in der Natur ein Nachteil sein müsse. Am besten sei es für die Ameisen, die Aufgaben zu verteilen. Einige könnten sich dann speziell um die Nestpflege kümmern, während sich andere dem Kampf widmeten.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Spezialisierte Ameisen haben mehr Nachkommen

Meldung vom Freitag, 1. Juli 2011 - Arbeitsteilung im Bereich Aggressivität steigert die Zahl der Nachkommen. So ist das in einem Ameisenstaat, sagen Mainzer Evolutionsbiologen. Sie haben jeweils zehn Arbeiterinnen von 39 verschiedenen Ameisenkolonien beobachtet. Besonderes Augenmerk richteten sie dabei auf aggressive Interaktionen wie Drohgebärden, Beißen, Zerren oder Stechen. Bei einigen Gruppen waren die einzelnen Arbeiterinnen besonders stark spezialisiert - eine war zum Beispiel für das Beißen zuständig, eine andere für das Stechen.

Das Ergebnis: In den Kolonien der spezialisierten Arbeiterinnen gab es mehr Nachkommen. Die Forscher vermuten, dass spezialisierte Tiere sich besser um einzelne Aufgaben wie Nestverteidigung oder Brutpflege kümmern können.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Ameisen setzen ihre Priorität morgens aufs Rekrutieren

Meldung vom Mittwoch, 1. Juni 2011 - Morgens Helfer rekrutieren und dann erst mit der Arbeit loslegen. Nach diesem Prinzip arbeiten Ameisen, wie Forscher der Universität Würzburg am Beispiel von Blattschneiderameisen gezeigt haben. In Freilandstudien beobachteten die Biologen 15 Kolonien in Uruguay. Die tägliche Arbeit der Insekten besteht darin, Grasstücke von einem Ernteplatz zum Nest zu tragen.

Den Wissenschaftlern fiel bei ihrer Untersuchung auf, dass am Vormittag rund 70 Prozent der Ameisen ohne Grashalme ins Nest zurückkehrten. Das änderte sich jedoch im Laufe des Vormittags. Später waren alle Ameisen mit Pflanzenstücken beladen. Die Forscher erklären das so: Die Tiere setzen ihre Priorität am Anfang darauf, so schnell wie möglich viele Artgenossen im Nest zu rekrutieren, damit sie bei der Ernte helfen. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass andere Kolonien den Ernteplatz für sich beanspruchen. Durch die Methode werde die Leistung der Kolonie im Ganzen gesteigert.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Zombie-Ameisen werden von Pilz gesteuert

Meldung vom Montag, 9. Mai 2011 - Ja, es gibt Zombieameisen.

Im Gegensatz zu gewöhnlichen Arbeiterinnen verhalten sie sich völlig irrational und begehen schließlich Selbstmord. Der Grund: Sie werden von einem Parasiten gesteuert, und zwar von einem Pilz.

Wie genau der die Ameise beeinflusst, hat ein internationales Forscherteam untersucht. Dazu beobachteten sie infizierte Rossameisen in Thailand, die in Baumkronen leben. In einem Fachmagazin berichten sie, der Pilz erfülle den ganzen Körper der Ameisen und steuere so deren Nervensystem und Muskeln. Während Arbeiterinnen normalerweise selten von ihren Wegen abkommen, liefen die Zombieameisen in den Untersuchungen der Forscher kreuz und quer und fanden nicht mehr ins Nest zurück. Schließlich begaben sie sich an einen feuchten und kühlen Ort weiter unten an den Bäumen, bissen sich an einem Blatt fest und starben. Unter diesen Bedingungen kann der Pilz optimal wachsen und sich über Sporen auf weitere Ameisen ausbreiten.

Die fremdgesteuerten Tierchen werden übrigens auch in der Fachsprache Zombieameisen genannt.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

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by Dr. Radut