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Brandenburger Baumschule testet exotische Arten

Meldung vom Montag, 15. August 2011 - Milchorangen- oder Taschentuchbäume könnten bald die Straßen in Berlin säumen. Denn die üblichen Buchen, Linden und Kastanien leiden zunehmend unter Umwelteinflüssen wie Schädlingen, Abgasen, Streusalz und Trockenheit. Deshalb werden an einer Brandenburger Baumschule derzeit rund 80 Arten exotischer Bäume auf ihre Wetterfestigkeit getestet.

Mit ersten Ergebnissen, welche Baumart die besten Voraussetzungen für die Begrünung in Deutschland mitbringt, rechnen die Forscher frühestens in drei Jahren.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Malaria bei Vögeln breitet sich aus

Meldung vom Montag, 15. August 2011 - Dass sich Malaria aufgrund der Welterwärmung ausbreitet, bekommen nicht nur Menschen zu spüren, sondern auch Vögel.

In Großbritannien zum Beispiel zeigen rund 30 verschiedene Vogelarten schon Anzeichen der Tropenkrankheit. Das geht aus einer Studie hervor, die Forscher in der Zeitschrift "Global Change Biology" veröffentlicht haben. Demnach seien weder die britische Nachtigall noch der Spatz vor Malaria-Erregern sicher.

Für die Studie wurden weltweit über 3.000 Vogelarten untersucht. Wie die Forscher berichten, fangen sich die Vögel die Krankheit ein, weil sich die Mücken rapide ausbreiten und Malaria weiter verbreiten. Die Vogel-Malaria ist allerdings nicht auf den Menschen übertragbar.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Früh Traumatisierte haben öfter und schwerere Depressionen

Meldung vom Montag, 15. August 2011 - Wer unter einer Depression leidet, möchte meist nur eins: dass sie aufhört.

Damit das gelingt, müssen Patienten und Ärzte sich offenbar noch mehr als bisher gedacht auch um die Ursache der Störung kümmern. Britische Forscher haben Daten von mehr als 23.000 Personen ausgewertet. Dabei zeigte sich, dass Menschen, die in ihrer Kindheit traumatische Erlebnisse hatten, offenbar doppelt so häufig an Depressionen leiden wie andere. Außerdem sprachen sie deutlich schlechter auf medikamentöse Behandlung an und litten öfter wiederholt an der Störung. Die Forscher ziehen den Schluss, dass gleich zu Beginn einer Behandlung die Entstehungsgeschichte der Krankheit geklärt werden müsse, damit eine Therapie erfolgreich sein könne.

Die Wissenschaftler vermuten, dass frühe Traumata nicht nur psychisch sondern auch biologisch Spuren hinterlassen. Zum Beispiel das Immunsystem sei häufig betroffen. Dass misshandelte Kinder häufiger an Depressionen erkranken und schwerer zu behandeln seien, könne ebenfalls biologische Ursachen haben.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

WWF fordert fischereifreie Zonen in Meeresschutzgebieten

Meldung vom Montag, 15. August 2011 - Die Umweltschutzorganisation World Wide Fund (WWF) will gegen Pläne der norddeutschen Fischereiministerkonferenz vorgehen. Die Minister aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern hatten nach einem Treffen in der vergangenen Woche erklärt, Fischereibeschränkungen in den zehn deutschen Meeresschutzgebieten seien nur dann vertretbar, wenn der negative Einfluss der Fischerei wissenschaftlich nachgewiesen sei.

Gegen diese Aussage will der WWF jetzt vorgehen, notfalls auch mit einer Beschwerde bei der EU-Kommission. Nach Ansicht des WWF ist der Nachweis, dass Fischerei den Schutzgebieten schadet, durch ein Gutachten von 2009 schon längst erbracht worden. Die Umweltschützer fordern deshalb, dass 50 Prozent der Schutzgebietsfläche fischereifrei bleiben. Außerdem weisen sie darauf hin, dass Deutschland ab 2013 ein EU-Vertragsverletzungsverfahren riskiert, sollte es für die 2007 anerkannten sogenannten Natura-2000-Gebiete keine Schutzmaßnahmen und Managementpläne einführen.

Natura 2000 ist die offizielle Bezeichnung für ein Netz von Schutzgebieten, das innerhalb der Europäischen Union errichtet wird und Flora und Fauna länderübergreifend bewahren soll.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Forscher entdecken Protein zur Regulierung des Immunsystems

Meldung vom Montag, 15. August 2011 - Wenn man das Immunsystem besser steuer könnte, könnte man Krebs oder chronische Entzündungen besser bekämpfen.

Ein internationales Forscherteam unter Leitung der Universität Bonn hat jetzt einen zentralen Schalter für die Steuerung des Immunsystems entdeckt: Normalerweise sind die weißen Blutkörperchen dafür verantwortlich, krankhafte Veränderungen im Körper zu verhindern - indem sie sich in sogenannte "Killerzellen" verwandeln. Mithilfe des Proteins SATB1 kann dieser Vorgang jetzt künstlich gestartet oder unterbunden werden. So kann das Immunsystem also je nach Bedarf hoch- oder heruntergefahren werden.

Bei Krebserkrankungen zum Beispiel sind die Killerzellen nicht aktiv genug, bei chronischen Erkrankungen dagegen zu aktiv. Bis Tumore mit der neuen Methode bekämpft werden könnten, sei es noch ein weiter Weg, so die Forscher in der Fachzeitschrift "Nature Immunology". Bisher fanden die Versuche nur an Mäusen statt.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

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