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Mathematische Formel soll Hit voraussagen

Meldung vom Samstag, 17. Dezember 2011 - Forscher in Großbritannien haben ein Verfahren entwickelt, um das Hitpotenzial von Musikstücken zu berechnen. Nach eigenen Angaben können sie mit 60-prozentiger Wahrscheinlichkeit vorhersagen, ob ein Song Chancen auf die ersten Plätze in den Charts hat. In einer Studie betrachteten die Wissenschaftler der Univerität Bristol die britischen Charts der vergangenen 50 Jahre - und verglichen die Top-5-Titel mit Songs auf den Plätzen 30 bis 40. Daraus entwickelten sie eine mathematische Formel.

Aus der Studie geht hervor, dass es bis zu den 80er Jahren nicht besonders wichtig war, ob man gut zu einem Lied tanzen kann. Dann jedoch bekam dieser Aspekt größere Bedeutung. Bis in die frühen 90er waren Charterfolge harmonisch meist einfacher gestaltet als andere Stücke. Die Forscher präsentieren ihr Projekt im Internet unter anderem mit Beispielen für typische Hits. Sie zeigen aber auch Charterfolge, die sie mit ihrer Berechnung nicht vorhersehen konnten.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Stechmücken halten Blutstropfen als Klimaanlage am Hinterleib

Meldung vom Freitag, 16. Dezember 2011 - Eigentlich müssten Stechmücken beim Blutsaugen einen Hitzeschock erleiden. Weil sie ihre Körpertemperatur nicht selbst regulieren können, müsste das fremde, warme Blut sie überhitzen.

Warum das nicht passiert, haben nun französische Forscher mit Wärmebildkameras beobachtet. Demnach scheiden Stechmücken der Art Anopheles stephensi während des Saugens einen Blutstropfen wieder aus und halten ihn am Hinterleib fest. Aus dem Tropfen verdunste dann Flüssigkeit und kühle den Mückenkörper.

Wie die Forscher im Fachmagazin "Current Biology" schreiben, bleibt mit dieser Strategie ein Großteil des Körpers zwei bis drei Grad kälter als die mehr als 30 Grad warme Blutnahrung.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Menschen verschmutzen seit über einem Jahrhundert mit Stickstoff

Meldung vom Freitag, 16. Dezember 2011 - Als Gas ist Stickstoff Hauptbestandteil der Luft. Chemisch gebunden kann er zum Problem werden - etwa dann, wenn Landwirte auf ihren Feldern großflächig stickstoffhaltigen Dünger ausbringen. Wissenschaftlern der Universität Washington zufolge verteilt die Menschheit schon seit über einem Jahrhundert so viel Stickstoff in die Umwelt, dass er in Seen der ganzen nördlichen Hemisphäre nachgewiesen werden kann. Durch Niederschlag habe sich der Stickstoff oft tausende Kilometer weit ausgebreitet.

Die Ablagerungen in den untersuchten Seen zeigten den Forschern zufolge, dass die Menge an Stickstoff vor 115 Jahren anstieg, also kurz nach der Industriellen Revolution. Inzwischen sei die durch Menschen verursachte Menge an Stickstoff doppelt so hoch wie die sämtlicher natürlicher Prozesse zusammen. Damit habe der Mensch in den Stickstoffkreislauf - relativ gesehen - sogar stärker eingegriffen als in den des Kohlenstoffs.

Kohlenstoff ist beispielsweise im Gas CO2 enthalten, das mit für den Klimawandel verantwortlich ist.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Kindesmissbrauch hinterlässt "Narben" im Gehirn

Meldung vom Freitag, 16. Dezember 2011 - Wenn ein Mensch in seiner Kindheit misshandelt wird, ist das anscheinend noch Jahrzehnte später in seinem Gehirn nachzuweisen. Das hat eine Studie von Wissenschaftlern der Universität Münster ergeben. Sie befragten psychisch gesunde Erwachsene, ob sie in ihrer Kindheit Gewalt erfahren hätten. Außerdem vermaßen die Forscher mittels Magnetresonanz-Tomografie, MRT, bei den Probanden die Größe einzelner Hirnbereiche. Über ihr Ergebnis schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift "Biological Psychiatry": Berichteten die Probanden von Gewalt in ihrer Kindheit , seien bestimmte Gehirnstrukturen wie der fürs Lernen- und Gedächtnis wichtige Hippocampus oder der für die Emotionsregulation zuständige Stirnlappen weniger ausgeprägt.

Nach Ansicht der Forscher zeigen die Gehirne der als Kinder misshandelten Personen ähnliche Veränderungen wie bei depressiv erkrankten Menschen. Ihre Ergebnisse könnten daher auch das höhere Risiko für das Auftreten psychischer Störungen bei Menschen mit Gewalterfahrungen erklären.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Vielzeller-Zellen sind nett zueinander, weil sie verwandt sind

Meldung vom Freitag, 16. Dezember 2011 - Eine einzelne Zelle hat in einem vielzelligen Organismus wenig zu melden. Daher fragen sich Biologen, wie die Vielzeller im Laufe der Evolution überhaupt entstehen konnten, wenn doch jede Zelle auch ein Einzelkämpfer sein könnte.

US-Forscher untersuchten das Phänomen jetzt an einem Schleimpilz der Gattung Dictyostelium. Bei Nahrungsmangel fließen die einzelnen Zellen aufeinander zu und bilden gemeinsam den vielzelligen Pilz. Dabei könnten theoretisch einzelne Zellen ihre kooperativen Kollegen ausnutzen und sich so einen Vorteil verschaffen. In der Natur tun sie das nicht, und im Versuch konnten die Forscher dieses Verhalten nur beobachten, wenn sie künstlich fremde Zellen einfügten, die nicht mit den übrigen verwandt waren.

In vielzelligen Organismen wie dem Menschen sind alle Einzelzellen eng miteinander verwandt, da sie derselben befruchteten Eizelle entstammen. Das ist laut den Forschern auch der Grund dafür, warum sich unsere Knochen-, Blut- und Leberzellen nicht gegenseitig bekämpfen. Über ihre Erkenntnisse berichten sie im Fachmagazin "Science".

Quelle: DRadio Wissen

 

 

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