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Alzheimer

Hirnforschung: Von der Politik gefördert, von der Pharma-Industrie verlassen

Meldung vom Freitag, 12. April 2013 - Wenn Industriegesellschaften alt werden, dann gibt es immer mehr psychische Störungen wie Alzheimer, Demenz oder Depressionen.

Die USA und Europa stecken deshalb Milliarden in die Hirnforschung. Die EU hat das "Human Brain Project", die USA haben seit vergangener Woche das "BRAIN"-Projekt. Die Nachrichtenagentur Reuters schreibt allerdings, dass sich die Pharmaindustrie aktuell immer mehr aus der Hirnforschung zurückzieht. Der Grund: Es gebe zu wenig Aussicht auf Erfolg. Die Medikamente, die es gibt, seien gut. Dass man bald noch bessere finde, die mehr Geld einbringen, sei sehr unwahrscheinlich. Reuters schreibt, die Durchbrüche in der Hirnforschung dürften noch Jahrzehnte dauern. Pharma-Firmen seien aber an kurzfristigen Gewinnen interessiert. Reuters geht allerdings davon aus, dass viele Firmen wieder einsteigen werden, falls die Forschung doch Erfolge bringe.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

 

Alzheimer: Den Gedächtnisschwund im Frühstadium verlangsamen

Meldung vom Donnerstag, 1. März 2012 - Nicht alle Alzheimer-Symptome müssen von Dauer sein. Zu diesem Ergebnis kommen schweizer Forscher nach ihren Experimenten mit Mäusen. Demnach sind vor allem die Gedächtnis- und Lernschwächen, die sich im frühen Stadium der Demenz entwickeln, grundsätzlich rückgängig zu machen. Die Wissenschaftler beschreiben den molekularbiologischen Mechanismus, der dahinter steckt, in der Fachzeitschrift "Nature".

Bei ihren Versuchstieren konnten sie die Gedächtnisleistungen mit gentechnischen Methoden verbessern. Bei Menschen kann diese Behandlung nicht angewandt werden - es gibt aber Medikamente, die diese Wirkung nachahmen. Nach Ansicht der Wissenschaftler müssen sie aber noch verbessert werden.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Alzheimer: Krebsmedikament möglicherweise hilfreich

Meldung vom Freitag, 10. Februar 2012 - Ein gegen Krebs zugelassenes Medikament könnte möglicherweise Alzheimer-Patienten helfen. Im Fachmagazin "Science" berichten US-Wissenschaftler von ihren Versuchen mit Mäusen. Demnach beseitigte der Wirkstoff Bexaroten innerhalb von Stunden zellzerstörende Eiweißablagerungen im Gehirn der Tiere. Damit verhinderte er den weiteren Abbau von Gehirnmasse. Den Forscher zufolge hat sich dadurch auch das zuvor schwer gestörte Verhalten und Gedächtnis der Mäuse schnell wieder normalisiert. Bisher benötige das beste bekannte Alzheimer-Mittel Monate, um die Ablagerungen zu reduzieren. Es sei aber noch nicht klar, ob das Mittel auch bei Menschen so effektiv sei.

Es war bereits bekannt, dass Bexaroten unter anderem die Produktion eines bestimmten Proteins steuert. Dieses spielt im Gehirn eine wichtige Rolle als "Müllabfuhr" für die Eiweißablagerungen. Bei Alzheimer-Patienten ist der Abbau von bestimmten Eiweißen gestört, deshalb reichern sie sich im Gehirn an.

Der Wirkstoff Bexaroten ist seit zehn Jahren in Deutschland als Mittel gegen Krebs zugelassen. Es kann die Blut-Hirn-Schranke durchdringen und daher seine Wirkung auch direkt im Gehirn entfalten.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Alzheimer wandert durch das Gehirn wie eine Infektionskrankheit

Meldung vom Donnerstag, 2. Februar 2012 - Wie breitet sich Alzheimer im Gehirn aus? Mit dieser Frage haben sich Wissenschaftler der New Yorker Columbia-Universität beschäftigt. Im Fachmagazin "PLoS One" schreiben sie, Alzheimer breite sich wie eine Infektionskrankheit von einem Teil des Gehirns auf den anderen aus. In Versuchen mit Mäusen hätten sie herausgefunden, dass ein bestimmtes Protein, das als Ursache der Krankheit gilt, im Gehirn sozusagen von einem Neuron zum anderen springe. Deshalb sei es wichtig, Alzheimer früh zu erkennen und zu behandeln. In einem frühen Stadium sei eine Therapie am erfolgversprechendsten.

Alzheimer ist die häufigste Form von Demenz. Die Krankheit führt zum Verlust von geistigen Funktionen und zum Absterben oder einer Schädigung von Gehirnzellen.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Gehirn gleicht beginnende Demenz aus

Meldung vom Donnerstag, 19. Januar 2012 - Beginnt bei Menschen die Alzheimer-Krankheit, versucht es das Gehirn mit Höchstleistung: Es gleicht dann die Schwächen mancher Hirnregionen in anderen aus. Das melden Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich vorab; die komplette Studie veröffentlichen sie am 31. Januar in der Fachzeitschrift "Neurology". Demnach verstärkt das Gehirn die Aktivität in den Bereichen, die im Normalfall weniger stark arbeiten. Mit diesem Manöver werden Schwächen anderer Hirnregionen ausgegelichen. Das Denkorgan versucht also, auch weiterhin optimal zu funktionieren. Zu dem Ergebnis kamen die Forscher in einem Versuch mit 18 Alzheimer-Patienten und 18 gesunden Testpersonen: Alle sollten geometrische Aufgaben lösen. Per Kernspintomografie konnten die Wissenschaftler erkennen, dass die Personen mit beginnendem Alzheimer die Aufgabe genauso gut wie gesunde Personen lösten. Nur waren daran andere Hirnregionen beteiligt als bei Menschen ohne Alzheimer. Ab wann das Gehirn die Schwächen nicht mehr kompensieren kann, ist allerdings noch nicht klar. Das wollen die Forscher jetzt weiter untersuchen.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

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by Dr. Radut