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Ostsee

Bakterium zeigt Todeszonen im Meer an

Meldung vom Montag, 15. April 2013 - Es klingt ein bisschen nach Horrorfilm: Bakterium zeigt Todeszone an - spielt sich aber in der Ostsee ab.

Forscher aus Warnemünde haben ein in dem Gewässer bisher unbekanntes Bakterium entdeckt, das künftig als eine Art Anzeiger für sauerstoffarme Zonen dienen könnte. Als Folge des Klimawandels gibt es immer mehr Meeresgebiete, in denen Sauerstoffmangel herrscht. In diesen Todeszonen ist kein höheres Leben mehr möglich - Fische können dort zum Beispiel nicht leben.

Wie die Forscher in dem Fachmagazin "Applied Environmental Microbiology" schreiben, kommt das Bakterium namens SUP05 in allen bisher untersuchten Todeszonen vor. Es hat sich offenbar auf den Abbau teilweise hochgiftiger Schwefelverbindungen spezialisiert, die bei zu wenig Sauerstoff entstehen. Das zeigten DNA-Proben.

Die Wissenschaftler wollen jetzt herausfinden, welle Rolle das Bakterium für die Stoffkreisläufe in der Ostsee spielt.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Herbststürme haben Sauerstoff in Ostsee gebracht

Meldung vom Dienstag, 28. Februar 2012 - Der Dorsch zeigt es an. Der Fisch vermehrt sich besser, wenn mehr Sauerstoff in der Ostsee ist. Denn er braucht zum Laichen sauerstoff- und salzhaltiges Wasser in den tiefen Wasserschichten. Das wird er in diesem Jahr voraussichtlich bekommen. Wie Messungen des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung in Warnemünde ergeben haben, schwappte im Oktober und November vergangenen Jahres durch die Herbststürme Nordseewasser in die Ostsee. Dadurch erhöhten sich Salz- und Sauerstoffgehalt in der Ostsee. Die Begeisterung der Forscher hält sich allerdings in Grenzen: Die Menge des Nordseewassers blieb deutlich hinter den letzten großen Salzwassereinbrüchen zurück.

Seit beinahe 30 Jahren bleiben große Einströme in die Ostsee weitgehend aus. Trotzdem haben kleine, aber häufig auftretend Ströme den Salzgehalt wieder normalisiert. Der Sauerstoff dagegen wird nur durch große Stürme wieder aufgefüllt und hält sich nur ein bis zwei Jahre nach einem Überschwappen der Nordsee.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Geologen entdecken "ertrunkenen Fluss" im Fehmarnbelt

Meldung vom Mittwoch, 25. Januar 2012 - Auch Flüsse können gewissermaßen ertrinken. Geologen von der Universität Kiel haben auf dem Boden des Fehmarnbelts die Überreste eines Jahrtausende alten Flusses gefunden. Ihren Messungen zufolge war er mehrere hundert Meter breit und bis zu dreißig Meter tief. Heute sei das Flussbett mit Ablagerungen und Sedimenten aus der Eiszeit und der Zeit danach gefüllt.

Die Entdeckung des Flusses liefert auch neue Hinweise auf die Entstehung der Ostsee. Das Gebiet, in dem er gefunden wurde, ist ein Teil des sogenannten Ancylus-Sees, einem Vorläufer der Ostsee. Die Forscher meinen, das Meer könne nicht wie bisher angenommen allein durch den Durchbruch an der so genannten Darßer Schwelle entstanden sein. Vielmehr habe es auch zur Kieler und Mecklenburger Bucht eine Verbindung gegeben, die nach Ende der Eiszeit gebrochen sei. Genau an dieser Stelle verlief der Flusslauf. Der sei dann in den frei gewordenen Wassermassen ertrunken.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Forscher untersuchen Auswirkungen des Klimawandels auf Ostsee

Meldung vom Freitag, 12. August 2011 - Ein Aquarium haben viele. Das Leibnitz-Institut für Meereswissenschaften in Kiel kann dagegen jetzt gleich mit einem kleinen Modell der Ostsee aufwarten. Die Forscher haben sechs große Kunststoff-Becken aufgebaut, inklusive Mess- und Steuerungssystem. Ziel ist es, die Folgen des Klimawandels zu untersuchen. Bei der Erderwärmung dächten die meisten Menschen an den Meeresspiegelanstieg oder stärkere Stürme. Aber auch das Leben am Boden eines Meeres verändere sich. Mit der Ostsee im Mini-Format wollen die Kieler Wissenschaftler untersuchen, ob sich Tiere und Pflanzen an den Klimawandel anpassen. Einige der ersten Bewohner: Blasentang, Rotalgen und Miesmuscheln.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

In der Ostsee wurde das vermutlich ältestes intaktes Schiffswrack gefunden

Meldung vom Sonntag, 17. Juli 2011 - Schwedische Forscher haben auf dem Grund der Ostsee ein rund 100 Jahre altes Schiffswrack entdeckt.

Nach Angaben des Marinearchäologen Erik Bjurström liegt die Kogge zwischen den Inseln Gotland und Öland in 100 Metern Tiefe. Das Schiff soll aus dem 14. Jahrhundert stammen und fast vollständig erhalten sein. Es wäre damit das älteste intakte Wrack der Welt.

Dass in der Ostsee so häufig gut erhaltene Wracks auftauchen, liegt daran, dass das Wasser durch seine niedrige Temperatur und den geringen Salzgehalt gute Bedingungen zur Konservierung bietet.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

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by Dr. Radut