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Multiple Sklerose

Erfolgreicher Test an Mäusen: Neue Behandlung für Multiple Sklerose

Meldung vom Montag, 12. Dezember 2011 - Bei Auto-Immun-Erkrankungen richtet sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper. Wer das verändern will, muss also das Immunsystem überlisten. Wissenschaftlern der Universität Freiburg ist es gelungen, bei Mäusen die Symptome von Multipler Sklerose zu bekämpfen.

Sie hatten bei den Mäusen zunächst bestimmte Gene verändert, so dass die Tiere MS-Symptome zeigten. Dann wurde ihnen eine Ribonukleinsäure injiziert, die die Produktion des Proteins interferon-b im Körper anregt. Nach Angaben der Universität verbesserte sich der Zustand der Mäuse innerhalb von 48 Stunden wesentlich. Das Protein habe die Entwicklung von T-Helferzellen gehemmt, die möglicherweise eine Schlüsselrolle bei Multipler Sklerose spielten.

Menschen, die an MS erkrankt sind, werden schon länger mit Interferon-b behandelt, allerdings mit direkten Injektionen. Dadurch entwickeln etwa 80 Prozent von ihnen Antikörper gegen das Protein, was deren Wirksamkeit verringert. Gelänge es, den Körper dazu zu bringen, selbst die Protein-Produktion zu steigern, wäre dieses Problem gelöst.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Lösen Darmbakterien Multiple Sklerose aus?

Meldung vom Donnerstag, 27. Oktober 2011 - Der Auslöser der Nervenkrankheit Multiple Sklerose gibt der Wissenschaft seit jeher Rätsel auf.

Jetzt sind deutsche Forscher vom Münchener Max-Planck-Institut für Neurobiologie ihm nach eigenen Angaben auf der Spur. In der Fachzeitschrift "Nature" schreiben sie, wahrscheinlich seien bestimmte Bakterien in der Darmflora schuld. Die Keime seien eigentlich unschädlich. Bei genetisch vorbelasteten Menschen führten sie aber zu einer Überreaktion des Immunsystems. Das führe zu Multipler Sklerose.

Die Wissenschaftler fanden das mit Hilfe von Mäusen heraus. In keimfreier Umgebung ohne Darmbakterien blieben die Tiere gesund. Wurden ihnen nachträglich normale Darmbakterien gespritzt, erkrankten sie aber. Die Forscher sind sich sicher, dass das auch bei Menschen mit entsprechender genetischer Veranlagung passieren würde.

Um welche Bakterien der Darmflora es sich dabei genau handelt, soll jetzt weiter erforscht werden.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Studie: Schichtarbeit bei jungen Menschen erhöht Risiko für Multiple Sklerose

Meldung vom Dienstag, 18. Oktober 2011 - Schichtarbeit ist ungesund - sie steigert das Risiko für Krankheiten wie Krebs, Schilddrüsen- und Herz-Kreislaufstörungen. Schwedische Forscher haben der Liste nun eine weitere Erkrankung hinzugefügt. Schichtarbeit bei jungen Menschen erhöht laut ihrer Studie das Risiko, an Multipler Sklerose zu erkranken. Die Wissenschaftler analysierten Daten von über 13.000 Menschen im Alter zwischen 16 und 70 Jahren. Das Ergebnis: Unter 20-Jährige, die in wechselnden Schichten arbeiten, haben ein doppelt so hohes Risiko, Multiple Sklerose zu bekommen. Die Forscher nehmen an, der gestörte Tag-Nacht-Rhythmus und zuwenig Schlaf könnte die Autoimmunkrankheit begünstigen. Die genauen Mechanismen bleiben jedoch unklar. Veröffentlicht wurde die Studie in den "Annals of Neurology".

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Stress hat keinen Einfluss auf Multiple-Sklerose-Risiko

Meldung vom Dienstag, 31. Mai 2011 - Stress kann krank machen - aber er ist offenbar nicht für Multiple Sklerose verantwortlich, kurz MS. Bei der Krankheit sind Teile des zentralen Nervensystem chronisch entzündet.

Frühere Studien hatten ergeben, dass Stress zu neuen Krankheitsschüben führt. Dabei treten Symptome wie Sehstörungen, Taubheitsgefühle oder Krämpfe erstmals oder erneut auf.

Wie Forscher aus Norwegen und den USA jetzt im Fachblatt "Neurology" schreiben, kommt Stress aber nicht als Auslöser für Multiple Sklerose infrage. Für ihre Studie werteten sie die Daten von insgesamt knapp 240.000 Krankenschwestern aus. Sie waren zu ihrem Stress zu Hause und bei der Arbeit befragt worden. Etwa 370 von ihnen litten unter MS. Die Wissenschaftler fanden keine Belege dafür, dass unterschiedlicher Stress Einfluss auf das MS-Risiko hatte. Das höchste Risiko stellten sie bei den Frauen fest, die von minimalen Stress zu Hause und leichtem Stress bei der Arbeit berichtet hatten.

Die Wissenschaftler schreiben, Stress erhöhe zwar das Risiko für MS-Schübe, zur Entwicklung der Krankheit selbst trage er aber nicht bei.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Lichtmangel und Pfeiffersches Drüsenfieber lösen MS aus

Meldung vom Freitag, 22. April 2011 - Wenig Kontakt zu Sonnenlicht und Pfeiffersches Drüsenfieber in Kombination steigern das Risiko einer Multiplen Sklerose. Das haben Neurowissenschaftler der Universität Oxford herausgefunden. Ältere Studien hatten bereits belegt, dass UV-Licht vor MS schützt. So tritt die Autoimmunkrankheit in Äquatornähe weitaus seltener auf als in anderen Breitengraden. Jetzt stellten die Forscher fest, dass auch das Pfeiffersche Drüsenfieber möglicherweise in Zusammenhang mit MS steht. Die Wissenschaftler untersuchten die Daten britischer MS-Patienten über sieben Jahre hinweg und glichen sie mit der Sonneneinstrahlung in den verschiedenen Landesteilen ab. Das Ergebnis: Die unterschiedliche Verbreitung von Multipler Sklerose lasse sich zu 61 Prozent durch das Maß der Sonneneinstrahlung erklären. Das Zusammenwirken von UV-Licht und Pfeifferschem Drüsenfieber erkläre weitere elf Prozent. Möglicherweise führe ein Vitamin-D-Mangel durch zu wenig Licht zu einer ungewöhnlichen Reaktion mit dem Virus, dass das Drüsenfieber auslöst.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

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by Dr. Radut