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Depressionen: Manche Patienten fühlen sich durch Medikamente schlechter

Meldung vom Montag, 12. Dezember 2011 - Es hört sich einfach an: Wer an Depressionen leidet, schluckt Medikamente und dann wird es besser. US-Forscher haben nun herausgefunden: Etwa einem Fünftel der Patienten geht es durch die Einnahme von Antidepressiva tendenziell eher schlechter. Das berichten die Mediziner in dem Fachmagazin "Archives of General Psychiatry".

Sie fassten Daten aus sieben Studien zusammen, bei denen Patienten mit schweren Depressionen entweder der Wirkstoff Dulexetin oder Placebos verabreicht wurde. Insgesamt umfasst ihre Untersuchung etwa 2.500 Probanden. Die Forscher schreiben, bei den meisten Patienten sei durch das Medikament eine stetige Verbesserung eingetreten. Bei etwa einem von fünf habe sich die Situation nicht gebessert - die Probanden hätten sich vielmehr aufgrund der Nebenwirkungen schlechter gefühlt als diejenigen, die Placebos bekamen.

Das gelte vermutlich für die meisten gängigen Antidepressiva. Es sei wichtig, dass Ärtze genau beobachteten, wie Patienten auf eine Behandlung reagierten.

Quelle: DRadio Wissen

 

 




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