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Früh Traumatisierte haben öfter und schwerere Depressionen

Meldung vom Montag, 15. August 2011 - Wer unter einer Depression leidet, möchte meist nur eins: dass sie aufhört.

Damit das gelingt, müssen Patienten und Ärzte sich offenbar noch mehr als bisher gedacht auch um die Ursache der Störung kümmern. Britische Forscher haben Daten von mehr als 23.000 Personen ausgewertet. Dabei zeigte sich, dass Menschen, die in ihrer Kindheit traumatische Erlebnisse hatten, offenbar doppelt so häufig an Depressionen leiden wie andere. Außerdem sprachen sie deutlich schlechter auf medikamentöse Behandlung an und litten öfter wiederholt an der Störung. Die Forscher ziehen den Schluss, dass gleich zu Beginn einer Behandlung die Entstehungsgeschichte der Krankheit geklärt werden müsse, damit eine Therapie erfolgreich sein könne.

Die Wissenschaftler vermuten, dass frühe Traumata nicht nur psychisch sondern auch biologisch Spuren hinterlassen. Zum Beispiel das Immunsystem sei häufig betroffen. Dass misshandelte Kinder häufiger an Depressionen erkranken und schwerer zu behandeln seien, könne ebenfalls biologische Ursachen haben.

Quelle: DRadio Wissen

 

 




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