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Fehlende "Aufräum"-Zellen womöglich Auslöser von Autismus

Meldung vom Montag, 25. Juli 2011 - Im Gehirn gibt es Zellen, die aufräumen. Diese Mikroglia-Zellen schaffen Platz, indem sie Fremdkörper oder Reste von abgestorbenen Zellen beseitigen. Die Zellen sind aber offenbar für mehr verantwortlich.

Das haben italienische Forscher herausgefunden. Wie sie in der Fachzeitschrift "Science" schreiben, fressen diese Zellen in den ersten Wochen nach der Geburt quasi Synapsen auf, und zwar die, die wenig genutzt werden. So sinke zwar die Anzahl der Synapsen, aber die restlichen Verbindungen würden stabilisiert. Das sei für eine normale Entwicklung des Gehirns erforderlich.

Die Forscher fanden das durch mikroskopische Untersuchungen bei Mäusen heraus. Demnach bleiben mehr Nervenverbindungen bestehen, wenn die speziellen Zellen nicht richtig funktionieren. Das wiederum würde die Reifung des Gehirns beeinträchtigen. Den Forschern zufolge könnte das beim Menschen eine Ursache von Autismus oder anderen Gehirnerkrankungen sein.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

 




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