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Stresshormon Kortisol wirkt schneller im Gehirn als angenommen

Meldung vom Dienstag, 24. Januar 2012 - Sobald uns etwas stresst, gelangt innerhalb weniger Minuten das Hormon Kortisol ins Blut. Doch im Gehirn kommt der Stoff nur relativ langsam an, frühestens nach 20 Minuten - so die gängige wissenschaftliche Auffassung. Demnach kann Kortisol nicht direkt an der Bewältigung des stressenden Ereignisses beteiligt sein. Jetzt aber haben Forscher der Universität Trier nach eigenen Angaben erstmals nachgewiesen, dass Kortisol sehr schnell im Gehirn wirkt.

Wie die Forscher im Fachblatt "Journal of Neuroscience" schreiben, gelangt der Stoff innerhalb weniger Minuten ins Gehirn, genauer in den Thalamus. Diese Region ist an vielen kognitiven Prozessen beteiligt. Unter anderem ist sie bedeutsam für Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Informationsverarbeitung.

Den Wissenschaftlern zufolge zeigen die neuen Erkenntnisse, dass Kortisol anders als bisher angenommen sehr wohl einen Einfluss auf die direkte kognitive Verarbeitung des stressenden Ereignisses haben kann.

Quelle: DRadio Wissen

 

 




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