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Forscher bringen Computer "Hundesprache" bei

Meldung vom 15.01.2008 - So manches Frauchen und Herrchen werden sich schon öfters gefragt haben, was ihr Hund ihnen mit seinem Gebell mitteilen möchte. Ungarische Forscher scheinen das Problem jetzt gelöst zu haben: Ein Computerprogramm erkennt, ob der Vierbeiner nun Gassi gehen oder lieber spielen möchte.

Ungarische Verhaltensforscher haben ihrem Computer „Hundesprache“ beigebracht. Ihr Computerprogramm kann das Gebell einzelner Hunde besser auseinanderhalten als der Mensch und verschiedene Laute einzelnen Situationen zuordnen. So kann der Computer einigermaßen erkennen, ob der bellende Vierbeiner nun eher Gassi gehen, kämpfen oder spielen will, berichten Csaba Molnar und sein Team von der Budapester Eötvös-Universität im Fachblatt „Animal Cognition“ (online vorab veröffentlicht).

Die von Molnar und seinem Team ausgearbeitete Software analysierte mehr als 6000 Bell-Laute von 14 Mudis, einer ungarischen Hirtenhund-Rasse. Auf dieser Grundlage kann das Programm in gewissem Grade das Gebell auf sechs für den Alltag der Tiere bestimmende Situationen zurückzuführen: „Fremder“, „Kampf“, „Gassi gehen“, „allein“, „Ball“ und „Spielen“.

Bei einem ersten Versuch habe die Software das Gebell in 43 Prozent der Fälle richtig eingeordnet, hieß es. Am besten gelang die Zuordnung in den Situationen „Kampf“ und „Fremder“, am schlechtesten in der Situation „Spielen“. Mit einer Trefferquote von 52 Prozent konnte das Programm die einzelnen Tiere anhand ihres Gebells erkennen. Für Menschen sei dies eine nahezu unlösbare Aufgabe.

Die Ergebnisse ließen jedenfalls den Schluss zu, dass Hunde in unterschiedlichen Situationen mit verschiedenen Bell-Lauten reagieren, die Aggressivität, freundliches Verhalten oder Gehorsam ausdrücken. Ihre Methode, meinen die Autoren, eröffne „völlig neue Perspektiven für das Verständnis der Tierkommunikation“.

Zur Originalnachricht auf welt.de







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