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Herzinfarkt

Herzbericht 2009: Männer kommen deutlich öfter wegen Herzinfarkt ins Krankenhaus

Meldung vom Freitag, 8. Oktober 2010 - Herzinfarkt bleibt Männersache. Das geht aus dem Herzbericht hervor, der auf der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie vorgestellt wurde. Demnach werden Männer fast doppelt so oft wegen eines Infarkts ins Krankenhaus eingeliefert wie Frauen. Von 100.000 Menschen in Deutschland sterben 76 an einem Herzinfarkt. Bei den Frauen sind es ein Fünftel weniger. Die Kardiologen teilten zudem mit, dass es bei den Sterbeziffern regional deutliche Versorgungsunterschiede gibt. Das Risiko an einem Herzinfarkt zu sterben, war am niedrigsten im Landkreis Plön in Schleswig-Holstein, am höchsten im Landkreis Spree-Neiße in Brandenburg.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

 

Kranke Zähne erhöhen das Herzinfarktrisiko

Meldung vom Montag, 6. September 2010 - Er muss auch damit rechnen, einen Herzinfarkt zu erleiden. Die Gründe dafür haben Mediziner der University of Bristol in Großbritannien genauer untersucht: Im Magazin "Wissenschaft aktuell" sagen sie, schlechte Zahnhygiene würde zunächst einmal zu Zahnbettinfektionen führen. Und wenn das Zahnfleisch erst kaputt sei, dann könnten Streptokokken, also Bakterien, schneller ins Blut gelangen. Die Streptokokken wiederum würden Blutgerinnsel auslösen, die die Gefäße verstopfen und einen Herzinfarkt verursachen könnten. Die Mediziner hoffen nun, dass mit Hilfe ihrer Forschungsergebnisse neue Therapien gegen Herz- und Gefäßkrankheiten entwickelt werden können.

Quelle: DRadio Wissen

Herzinfarktrisiko bei Kälte offenbar größer

Meldung vom Mittwoch, 11. August 2010 - Menschen mit Herzproblemen sollten Kälte meiden. Auf diese knappe Formel könnte man das Ergebnis einer Studie von Wissenschaftlern der "London School of Hygiene and Tropical Medicine" bringen. Sie wollen herausgefunden haben, dass die Gefahr für einen Herzinfarkt bei kaltem Wetter deutlich gesteigert ist. Ihnen zufolge erhöht sich das Risiko für eine Herzattacke innerhalb der nächsten vier Wochen um zwei Prozent, wenn die Lufttemperatur um ein Grad Celsius sinkt. Zugleich betonten die Forscher aber, dass es noch weiterer Untersuchungen bedürfe, etwa um herauszufinden, wie man dem Problem entgegenwirken könne - ob zum Beispiel warme Kleidung helfe. Für ihre Studie werteten sie Daten von mehr als 84.000 Herzinfarktpatienten aus. Die Studie erscheint heute im "British Medical Journal".

Quelle: DRadio Wissen

Fußballfieber kann zu Herzinfarkt führen

Meldung vom 22.01.2008 - Die Bedeutung von emotionalem Stress bei Fußballspielen als Ursache für Herzrhythmusstörungen oder einen Herzinfarkt ist umstritten. Doch nun haben Mediziner die Daten von Notarztstandorten während der Fußball-WM 2006 in Deutschland ausgewertet. Ergebnis: Aufregende Spiele sind nicht ungefährlich.

Emotionaler Stress etwa bei Fußballspielen kann Herzrhythmusstörungen oder sogar einen Herzinfarkt auslösen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Medizinern des Universitätsklinikums München-Großhadern.

Die Forscher hatten die Einsatzprotolle von 24 Notarztstandorten im Großraum München während der Fußball-WM 2006 ausgewertet. Dabei wurden jene Patienten in die Studie mit eingeschlossen, die wegen eines kardiologischen Notfalls den Notarzt riefen und von diesem behandelt und in eine Klinik eingewiesen wurden. Die gewonnenen Daten über das Auftreten derartiger Notfälle während eines Fußballspieles der deutschen Mannschaft wurden anschließend mit der Ereignishäufigkeit in den Jahren 2003 und 2005 verglichen.

Auch die Sanitäter in den WM-Stadien rückten während eines Spiels durchschnittlich 100 Mal aus, um Spielern oder Zuschauern zu helfen. Das waren laut Deutschem Rotem Kreuz doppelt so viele Einsätze wie bei einem Bundesligaspiel. Herz-Kreislauf-Beschwerden kamen am häufigsten vor. Fünf Prozent der Patienten mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

„Die nun vorliegenden statistisch abgesicherten Ergebnisse lassen Rückschlüsse auf ein deutlich erhöhtes Risiko für Herzinfarkt oder Rhythmusstörungen zu“, teilte das Klinikum in München mit.

Unter dem Titel „Mehr Herzinfarkte während der Fußball WM 2006?“ sollen Einzelheiten der Studie am 31. Januar in München vorgestellt werden. Zeitgleich soll die Studie im Fachblatt „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht werden.

Die Fußball-WM sei eine gute Gelegenheit für die Untersuchung gewesen, ob es bei Spielen der deutschen Nationalmannschaft zu einer Zunahme von Herzbeschwerden komme, hieß es.

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Weihnachtstage schützen vor Herzinfarkt

Meldung vom 13.12.2007 - Mit diesem Ergebnis hat niemand gerechnet: Herzinfarkte nehmen in den Weihnachtstagen nicht zu, sondern ab. Die Befunde widersprechen einer deutlich erhöhten Infarktquote an anderen Feiertagen wie zum Beispiel Geburtstagen, welche insbesondere Männern häufig Stress bereiten.

Herzmediziner bringen zu Weihnachten eine gute Nachricht, können aber nicht erklären, woran es eigentlich liegt: Beträgt die Infarkthäufigkeit in den Tagen vom 20. bis 22. Dezember noch unterdurchschnittliche 99 Prozent, sinkt diese ab dem 23. Dezember um ganze zehn Prozent.

Die Ergebnisse stammen aus dem MITRA-plus-Register, dem größten europäischen Herzinfarktregister. Erhoben wurde es von 398 Herzkliniken und ausgewertet in Ludwigshafen. Eingeschlossen waren etwa 36.400 Patienten mit einem akuten Herzinfarkt. Erfasst wurde jeweils der Beginn eines Herzinfarkts - das heißt der tatsächliche Beginn der Beschwerden und nicht etwa die eventuell verzögerte Aufnahme in die Klinik - in Abhängigkeit von gesetzlichen und privaten Feiertagen.

"Dieser Befund kommt völlig unerwartet", erläutert Senges, "weil andere Festtage wie zum Beispiel der eigene Geburtstag vor allem bei Männern mit einer deutlich höheren Infarktquote verbunden sind."

Entscheidend für die meisten tages- und jahreszeitlichen Schwankungen beim Auftreten eines Herzinfarkts seien vor allem Änderungen im vegetativen Nervensystem mit Erhöhung des Sympathikotonus und mit einem Nachlassen des Vagotonus. Das bedeutet eine Zunahme von Stress, und dieser wiederum ist einer der Auslösefaktoren für den akuten Herzinfarkt.

"Schon deshalb war zu erwarten, dass zu Weihnachten - ähnlich wie bei Geburtstagen - die Herzinfarktrate zunimmt", informiert Senges. "Das ist aber gerade nicht der Fall. Weihnachten ist somit eine sehr interessante Ausnahme von der Regel."

Trotzdem fordert der Herzmediziner dazu auf, die Weihnachtszeit "möglichst stressarm" zu gestalten. Für viele sei es weniger eine religiöse Festzeit als vielmehr eine "emotional hochrangige Familienfeier". Besonders gefährdet seien so genannte Risikopatienten, das heißt Männer über 50 und Frauen über 60 Jahre, Raucher, Personen mit Diabetes, hohem Blutdruck, hohen Blutfetten oder mit genetischer Vorbelastung und natürlich solche, bei denen bereits eine Herzkrankheit festgestellt wurde.

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