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Türkei

Römer-Gruft in der türkischen Stadt Tarsus entdeckt

Meldung vom Freitag, 8. Juli 2011 - Einst war die türkische Stadt Tarsus eine wichtige Stadt der Römer.

Und das hat sich jetzt bei Umbauten an der Kanalisation gezeigt. Arbeiter stießen auf eine Gruft aus der römischen Zeit. Vorerst wurden deshalb in der südtürkischen Stadt alle Arbeiten eingestellt. Ein Archäologe vom Museum Tarsus sagte, die Gruft sei gut erhalten und liege etwa dreieinhalb Meter unter einer Hauptstraße.

Bisher seien drei Gräber entdeckt worden, zwei davon sind steinerne Sarkophage. Außerdem sei eine Urne mit Asche dabei gewesen. Die Archäologen gehen davon aus, dass es sich um eine Familiengruft handelt. Bereits in der vergangenen Woche waren bei Straßenbauarbeiten in der Nähe der Stadt im Süden des Landes 22 Römer-Gräber gefunden worden.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Türkei: Archäologen finden bei U-Bahn-Bau antikes Schiff

Meldung vom Donnerstag, 23. Juni 2011 - Dank dieses Fundes dürfte der U-Bahn-Bau in Istanbul deutlich langsamer vorangehen. Archäologen haben bei Arbeiten für das Marmaray-Projekt ein Schiff aus dem fünften Jahrhundert entdeckt. Wie die Zeitung "Radikal" berichtet, sind die Reste relativ gut erhalten. Das 15 Meter lange und fünf Meter breite Schiff sei wahrscheinlich mit Hunderten Amphoren beladen gewesen. Bisher sei nur eine Bordwand teilweise freigelegt worden.

Der Zeitung zufolge sollen jetzt weitere Ausgrabung die genaue Ladung und die Route des Schiffes klären. So könnten beispielsweise an Bord gefundene Obstkerne einen Anhaltspunkt liefern, woher es kam. Vermutlich sei das Schiff beim Sturm im Hafen gesunken.

Beim U-Bahn-Bau in Istanbul sind immer Archäologen dabei. Erst vor kurzem waren mehrere 8500 Jahre alte Skelette gefunden worden.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Ausgrabung einer der ältesten Kirchen verspricht neue Erkenntnisse über Christentum

Meldung vom Mittwoch, 18. Mai 2011 - Türkische Archäologen haben in der antiken Stadt  Laodizäa eine der ältesten Kirchen der Welt ausgegraben.

Der Ausgrabungsleiter sagte, die Kirche sei in den Jahren 313 bis 320 nach Christus errichtet worden. Damit zähle das Bauwerk zu den ältesten Kirchen der Welt. Außerdem sei die Erde unter ihr - anders als bei vergleichbar alten Gebäuden - noch im Originalzustand erhalten. Deshalb verspreche man sich neue Aufschlüsse über die Geschichte des Christentums und der Kirchenarchitektur.

Die Kirche war bereits im vergangenen Jahr bei unterirdischen Messungen entdeckt und seitdem ausgegraben worden. Voraussichtlich im nächsten Jahr soll sie zur Besichtigung freigegeben werden.

Die antike Stadt Laodizäa wird im Neuen Testaments als Sitz der siebten christlichen Gemeinde erwähnt. Sie liegt im Südwesten der heutigen Türkei.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Türkei: Spätrömische Gräber entdeckt

Meldung vom Donnerstag, 5. Mai 2011 - Eigentlich wollten sie nur ein Holzlager aufräumen, Bauarbeiter in der türkischen Provinz Sakarya. Dabei stießen sie auf Gräber aus spätrömischer Zeit. Daraufhin nahm das Museum Sakarya schnell die weiteren  Ausgrabungen in die Hand. Die Archäologen fanden mehrere menschliche Gebeine. Sie schätzen, dass die Knochen mehr als 1.500 Jahre alt sind. Forscher glauben, es könnten Menschen aus der Mittelschicht gewesen sein, die hier begraben liegen. Darauf deuteten Bauweise und Ausstattung der Gräber hin.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Geologen: Istanbul-Kanal ist Wahnsinn

Meldung vom Mittwoch, 4. Mai 2011 - Der türkische Minsterpräsident nennt den geplanten Istanbul-Kanal ein "Wahnsinns-Projekt". Auch Geologen halten den Kanal für Wahnsinn. Aber im negativen Sinne. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan plant einen Kanal vom Schwarzen zum Marmarameer westlich von Istanbul. Fast 40 Milliarden Euro soll der Istanbul-Kanal kosten und 2023 zum 100. Geburtstag der Türkei beendet werden. Türkische Geologen fürchten, dass das Trinkwasser Istanbuls dadurch um 20 Prozent abnehmen könnte. Der Kanal soll in der Nähe eines Sees gebaut werden, aus dem die Millionenstadt ihr Trinkwasser bekommt. Ein 25 Quadratkilometer großes Gelände könnte laut einem Gutachten für die Landwirtschaft nicht mehr nutzbar sein. Demnach droht das Grundwasser zu versalzen, vor allem sei ein Verschlammen des Marmarameeres zu befürchten. Das dortige Leben könnte zum großen Teil ausgelöscht werden. Kritiker halten das Projekt für eine Wahlkampftaktik. In einem Monat finden in der Türkei Parlamentswahlen statt.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

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by Dr. Radut