Skip to Content

Klimawandel

Wie Suppenschildkröten dem Klimawandel trotzen

Meldung vom Mittwoch, 25. Januar 2012 - Papa eins und Papa zwei: Unter manchen Schildkrötenarten ist das gar nicht so unüblich. Wie ein internationales Forscherteam durch Erbgut-Analysen herausfand, haben Suppenschildkröten-Babys mehr als einen biologischen Vater. Die männlichen Tiere der untersuchten Population, die im Norden Zyperns lebt, paarten sich jeweils mit mehreren Weibchen. Nach Ansicht der Forscher wirkt dieses Verhalten der Inzucht entgegen - und damit der Gefahr, dass eine Population zusammenbricht.

Die Wissenschaftler erklären in den "Proceedings" der britischen Royal Society das Problem: Bei bestimmten Schildkrötenarten hänge das Geschlecht der Nachkommen davon ab, bei welcher Temperatur die Eier bebrütet würden. Bei der Suppenschildkröte führten höhere Temperaturen dazu, dass viel mehr Weibchen als Männchen schlüpften. Der Klimawandel führe durch die Erwärmung der Gewässer zu einem Weibchen-Überschuss. Das berge die Gefahr der Inzucht - der die Tiere aber mit ihrer Viele-Väter-Taktik entgingen.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Vom Klimawandel werden Bäume und Sträucher bevorteilt

Meldung vom Dienstag, 17. Januar 2012 - Bäume und Sträucher haben in Sachen Klimawandel bessere Karten als Kräuter und Gräser. Das hat eine Studie norwegischer, österreichischer und französischer Forscher ergeben. Sie untersuchten fast 10.000 Stichproben von 27 verschiedenen Pflanzenarten der Arktis und des Alpinen Vorlandes. Dabei zeigte sich, dass vor allem die Samenverbreitung und die Lebensdauer der Pflanzen dafür verantwortlich sind, wie sich der Klimawandel auf eine bestimmte Gattung auswirkt.

Die Forscher fanden heraus, dass Pflanzengattungen, die eine lange Lebensdauer haben und ihre Samen mit Hilfe des Windes und von Vögeln über weite Strecken verbreiten vom Klimawandel weitestgehend unberührt bleiben. Auch wenn sie große Teile ihres Lebensraumes verlieren, kann der Großteil der genetischen Artenvielfalt überleben.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Forscher widerlegen Kritikpunkt der "Klimaskeptiker"

Meldung vom Mittwoch, 11. Januar 2012 - Skepsis und Kritik sind in der Wissenschaft sehr wichtig.

Einen Kritikpunkt der sogenannten Klimaskeptiker konnte nun allerdings ein internationales Forscherteam widerlegen. Klimaskeptiker behaupten, dass es keinen durch den Menschen verursachten Klimawandel gibt. Veränderungen in den langfristigen Klimadaten führen sie unter anderem auf Änderungen in den Messmethoden hin.

Tatsächlich hat sich bei der Erhebung der Daten seit dem 19. Jahrhundert einiges geändert: Wetterhütten werden heute ganz anders gebaut, und die um die Messtationen entstandenen Städte geben Wärme ab, was sich auch auf die Daten auswirkt. Klimaforscher hatten daher bereits Korrekturmethoden entwickelt, um solche systematischen Verzerrungen herauszurechnen. Die erste vergleichende Blindstudie zu diesem Thema hat nun ergeben, dass diese Korrekturverfahren tatsächlich gut funktionieren. Um zu diesem Ergebnis zu kommen, erhielten Wissenschaftler künstlich verfälschte aber realistische Datenreihen, ohne davon zu wissen. Es zeigte sich, dass die Verfahren die Qualität der Daten erhöhen.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Klimawandel verändert Pflanzenwelt im Gebirge stärker als erwartet

Meldung vom Montag, 9. Januar 2012 - Oberhalb der Baumgrenzen in den Bergen wird sich durch den Klimawandel einiges ändern. Die Veränderungen haben bereits begonnen: Wärmeliebende Pflanzenarten aus tiefer gelegenen Regionen breiten sich dort immer weiter aus. Wie ein internationales Forscherteam im Fachblatt "Nature Climate Change" berichtet, geht im Gegenzug die Zahl der Pflanzenarten zurück, die dort schon vorher wuchsen und sich an das raue Hochgebirgsklima angepasst hatten. Für ihre Studie werteten die Wissenschaftler Daten aus 60 Gipfelregionen Europas aus, und verglichen die Zusammensetzung der Arten in den Jahren 2001 und 2008. Eine so deutliche Veränderung in weniger als einem Jahrzehnt sei überraschend. Wenn sich dieser Wandel fortsetze, drohten die an solche Lebensräume angepassten Arten auszusterben.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Vögel und Schmetterlinge fliegen dem Klimawandel hinterher

Der Klimawandel sorgt bei einigen Wirbeltieren und Insekten für erhebliche Anpassungsprobleme.

Einer Studie im Fachmagazin "Nature Climate Change" zufolge verlegen Vögel und Schmetterlinge in Europa ihre Lebensräume langsamer nach Norden, als es notwendig wäre, damit sie ihre bevorzugten Umweltbedingungen beibehalten. So verlagerten Vögel ihren Lebensraum durchschnittlich nur um rund 37 Kilometer, während sich die klimatischen Verhältnisse knapp 250 Kilometer nach Norden verschoben hätten. Darüber zeigte sich das internationale Forscherteam besonders überrascht, da Vögel als besonders mobil gelten. Geografisch zügiger anpassen konnten sich Schmetterlinge, obwohl auch sie den Veränderungen hinterher fliegen.

Die Wissenschaftler erklären sich das damit, dass die Insekten kürzere Lebenszyklen haben und temperatursensibler als Vögel sind. Noch langsamer passten sich jedoch die Pflanzen an, auf die etwa die Schmetterlingsraupen als Nahrung angewiesen sind.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Inhalt abgleichen



by Dr. Radut