Skip to Content

Regenwald

Regenwald verschwindet schlagartig, nicht schrittweise

Meldung vom Freitag, 14. Oktober 2011 - Nicht nach und nach, sondern schlagartig - könnte aus üppigem Regenwald karge Savanne werden.

Das ist das Ergebnis einer im Magazin "Science" vorgestellten Studie.Die Forscher werteten Satellitendaten aus und verglichen den Regenfall in den untersuchten Regionen mit der Versteppung der Gebiete. Dabei fiel ihnen auf: Es gibt sogenannte "Tipping Points", also Punkte, an denen der Regenmangel so kritisch wird, dass das Ökosystems wechselt: vom Wald zur Savanne, von der Savanne zur Wüste. Dazwischen gebe es offenbar keine sanften Übergänge. In der Nähe eines "Tipping Points" sei das System so labil, dass schon kleine Eingriffe des Menschen zum Umkippen führen könnten.

Den Forschern zufolge ist aber auch der umgekehrte Weg möglich: In den Gebieten mit mehr Regen habe sich die Baumdichte schlagartig erhöht. Die Forschungsergebnisse sollen das Erkennen und den Schutz gefährdeter Waldsysteme erleichtern.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Zwei Regenwaldgebiete stehen auf Roter Liste der Welterbestätten

Meldung vom Mittwoch, 29. Juni 2011 - Rote Listen für bedrohte Arten gibt es viele. Und es gibt auch eine für UNESCO-Welterbestätten. Seit gestern stehen darauf zwei Gebiete mit tropischen Regenwäldern in Honduras und Indonesien: Das Biosphärenreservat Rio Platano in Honduras und drei Naturreservate auf der Insel Sumatra. Das Gebiet in Honduras galt seit 2007 eigentlich als gerettet, aber illegale Abholzung, Jagd und Fischerei bedrohen inzwischen wieder seinen Bestand.

Auf dieser Roten Liste stehen auch die Stadt Bam im Iran, die frühchristlichen Ruinen von Abu Mena in Ägypten oder das Barrier Riff in Belize. Insgesamt gelten 35 Welterbestätten als bedroht.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Peruanischer Regenwald wird von Goldsuchern vernichtet

Meldung vom Mittwoch, 20. April 2011 - Der Goldpreis erreicht ein Hoch nach dem anderen. Das hat mehr Auswirkungen, als auf den ersten Blick zu erkennen ist. Laut Forschern der US-amerikanischen Duke Universität führt der hohe Goldpreis zu einer schnelleren Vernichtung des peruanischen Regenwalds. Die Wissenschaftler analysierten Satellitenbilder der Region aus den Jahren 2003 bis 2009. Nach Angaben der Forscher wurden in diesem Zeitraum etwa 7.000 Hektar von Goldsuchern zerstört. Die Schürfer dringen demnach entlang der tropischen Flußläufe immer weiter in den unberührten Wald vor. Die Vernichtung des Regenwaldes habe sich in den vergangenen Jahren um etwa das Sechsfache beschleunigt.

Ein Hinweis ist laut den Forschern auch die zunehmende Einfuhr von Quecksilber. Dieses giftige Metall werde genutzt, um Gold aus den geschürften Sanden und Erzen abzutrennen. Allein zwischen den Jahren 2003 und 2009 habe sich die nach Peru importierte Quecksilbermenge verdoppelt. Das Metall vergifte nicht nur die schlecht ausgerüsteten Goldschürfer, sondern belaste zudem die Umwelt weiter Flussgebiete.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Rekord-Dürren könnten Amazonas-Regenwald zur Gefahr für das Klima machen

Meldung vom Donnerstag, 3. Februar 2011 - Bisher galt der Amazonas-Regenwald als Speicher für Kohlendioxid und damit als Schutz für das Klima. Britische und brasilianische Forscher befürchten nun, dass dieser Schutz verloren gehen könnte - und sich sogar ins Gegenteil umkehren könnte. Durch eine Dürre im vergangenen Jahr seien viele Bäume abgestorben. Dadurch würden wahrscheinlich mehr als fünf Milliarden Tonnen CO2 freigesetzt - normalerweise absorbiert der Regenwald pro Jahr rund 1,5 Milliarden Tonnen CO2. Viele Farmer hätten die Klimabilanz zusätzlich verschlechtert, indem sie die Dürre nutzten, um Wald mit Hilfe von Brandrodung in Weide- oder Ackerland umzuwandeln. Schon 2005 hatte es am Amazonas eine ähnliche Dürre gegeben. Die Wissenschaftler sehen pessimistisch in die Zukunft - als Folge des Klimawandels könnten solche Trockenphasen künftig häufiger werden.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Regenwald verträgt globale Erwärmung bestens

Meldung vom Freitag, 12. November 2010 - Die Erderwärmung ist nicht nur schlecht. Für den Regenwald könnte sie sogar positive Auswirkungen haben. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler des Tropenforschungsinstitutes in Panama. Sie untersuchten 56 Millionen Jahre alte Pollen in Sedimenteinschlüssen aus Kolumbien und Venezuela. Damals lagen die Temperaturen während einer Warmphase drei bis fünf Grad höher als heute. Und auch die Konzentration von Kohlendioxid war wesentlich höher. Die untersuchten Pollen zeigen, dass der Regenwald während dieser Wärmephase äußerst gut gedieh und auch die Feuchtigkeit nicht wesentlich abnahm. Die Studie ist eine der ersten an Material aus der Nähe des Äquators. Frühere Untersuchungen fanden meistens in kühleren Regionen der höheren Breitengrade statt.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Inhalt abgleichen



by Dr. Radut