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Karbon

Das Karbon ist in der Erdgeschichte das fünfte chronostratigraphische System bzw. die fünfte geochronologische Periode des Paläozoikums. Das Karbon begann vor etwa 359,2 Millionen Jahren und endete vor etwa 299 Millionen Jahren. Es wird vom Perm überlagert und vom Devon unterlagert.

Karbon

 

355 - 290 Millionen Jahre - Riesen-Insekten erobern den Luftraum - meterlange Tausendfüßer in tropischen Kohlesümpfen

 

355 - 290 Millionen Jahre - Riesen-Insekten erobern den Luftraum - meterlange Tausendfüßer in tropischen Kohlesümpfen


Name: Nach dem lateinischen Wort "carbo" für Kohle.

  • Nach dem Auffaltung des bis zu 500 km breiten Varistischen Gebirges.
  • Zweiteilung des Systems in das überwiegend marine Unter-Karbon und das Ober-Karbon mit lagunären Kohle-Sümpfen.
  • Entfaltung der Amphibien
  • Entstehung der Reptilien.
  • Eroberung des Luftraumes durch Insekten.
  • Erstmals großflächige Besiedlung des Festlandes durch Kohle-Wälder unter tropisch feuchtem Klima.
  • Bildung von Kohle-Lagerstätten.


Die Welt:
GONDWANA nähert sich weiter EURAMERIKA und beide kollidieren im späten Karbon auf breiter Front. Dabei werden in Mitteleuropa und Nordamerika riesige Gebirge aufgefaltet. Starke Klimakontraste gegen Ende des Karbons führen zur Vergletscherung großer Teile von Afrika, Indien, Australien und der Antarktis, während Mitteleuropa im Tropengürtel liegt.

Mitteleuropa:
Im Unter-Karbon läßt sich in Mitteleuropa ein zweigeteilter etwa westöstlich verlaufender Ablagerungsraum unterscheiden mit der dem Land näher gelegenen Kohlenkalk-Fazies des Flachwassers im Nordwesten und der landferneren schiefrig-sandigen Kulm-Fazies des offenen Meeres im Südosten. In mehreren Phasen wird im Verlauf des Karbons durch die Nord-Drift von GONDWANA ein bis zu 500 km breites Gebirge aufgefaltet, das durch ganz West- und Mitteleuropa, von Spanien bis Polen verläuft. An seinem nördlichen Ufersaum und in festländischen Becken wachsen im Ober-Karbon in tropischen Sümpfen riesige Wälder, aus denen später mächtige Kohleflöze entstehen.

Fauna und Flora:
Wichtige Entwicklungfortschritte machen die Fische, die Vierfüßer und die Pflanzen: Die altertümlichen gepanzerten Fische werden von den Knorpel- und Knochenfischen abgelöst, aus den Amphibien entstehen die Reptilien. Nachdem im jüngsten Devon üppige Wälder schon weit verbreitetund die ersten Samenpflanzen entstanden waren, kommen nun Samenpflanzen und Sporenpflanzen nebeneinander vor. Das Festland wird großräumig von einer Pflanzendecke bekleidet. Dadurch wird es auch den Tieren, deren Nahrungsgrundlage die Pflanzen bilden, möglich, das Festland zu besiedeln. Auffällige Faunenelemente sind die bis zwei Meter langen Tausendfüßer und erste flugfähige Insekten mit bis zu 70 cm Flügelspannweite. Beide Gruppen gehören, neben den Spinnentieren, zu den besonderen Seltenheiten unter den karbonischen Fossilien.

Berühmte Fundstätten:
Ruhrgebiet, Saarland, Belgien, Donez-Becken, Appalachen.

The collision of EURAMERICA and GONDWANA results in a fold belt from Poland through central Europe to the Appalachians. Lower Carboniferous rocks are prevailingly of marine origin, but Upper Carboniferous sediments are mostly terrestrial (rivers, lagoons and swamps). The first reptiles appear. Insects conquer the air. Vast parts of the continents are covered by forests. Moist tropical climate in some areas favors lush plant growth, great quantities of which are preserved yielding today's Coal Measures.

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by Dr. Radut