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Malaria

Südostasien: Makaken als Reservoir für neuen Malaria-Stamm

Meldung vom Freitag, 8. April 2011 - Die Erreger von Tollwut, Schweinegrippe und Malaria haben eines gemeinsam: Sie befallen Tiere und Menschen. Für letzteren ist das immer dann eine Gefahr, wenn es zum ersten Mal passiert, weil es Körper und Medizin mit einem völlig neuen Feind zu tun haben.

Um dem zuvorzukommen, hat sich ein Team aus malayischen und britischen Forschern auf die Suche gemacht: nach einem Erreger, der als nächster den Sprung von Tier zu Mensch machen könnte. Im malayischen Teil der Insel Borneo wurden sie fündig. Dort tragen viele Makaken-Affen einen neu entdeckten Malaria-Stamm in sich. Manchmal befällt er auch Menschen: wenn die Überträgermücke erst das Blut eines infizierten Affen saugt und dann einen Menschen anzapft.

Die Wissenschaftler nennen die Makaken deshalb das "Reservoir" des neuen Erregers. Weil deren Lebensraum aber zurückgehe fürchten sie, dass sich der Stamm schon bald einen anderen Hauptwirt suchen könnte: den Menschen.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Malaria-Erreger könnte durch Stören der Fortpflanzung bekämpft werden

Meldung vom Montag, 21. März 2011 - Stört man die Fortpflanzung der Malaria-Erreger, könnte man künftig die Mensch-zu-Mensch-Übertragung der Krankheit verhindern. Malaria wird von Moskitos übertragen, die mit dem Parasiten Plasmodium infiziert sind. Diese Einzeller vermehren sich in den Stechmücken. Forscher aus Großbritannien und Portugal konnten die Fortpflanzung der Plasmodien stören, indem sie die Nachkommen beschädigten, aber am Leben ließen. Dadurch waren sie zwar noch fortpflanzungsfähig, ihre Nachkommen aber wiederum überlebten nicht. In Afrika stirbt alle 45 Sekunden ein Kind an Malaria. Der Kampf gegen die Krankheit ist schwierig, weil die Erreger gegen eine Reihe von Malariamedikamenten resistent geworden sind.

Die neuen Forschungsergebnisse wurden im Fachmagazin PLoS veröffentlicht und geben Hoffnung auf Heilung: Wenn die Wirtsumgebung der Parasiten und die Geheimnisse ihrer Fortpflanzung enthüllt werden können, sind Wissenschaftler eventuell bald in der Lage, wirksame Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Menschlicher Schweiß stinkt am meisten

Meldung vom Donnerstag, 24. Februar 2011 - Je beißender, desto besser - Moskitos stehen auf menschlichen Schweiß. Das haben Wissenschaftler der niederländischen Universität Wageningen noch einmal nachgewiesen. Doch was turnt die Stechmücken daran so an? Den Forschern zufolge strömen Menschen stärker Schweißgeruch aus als andere Lebewesen. Das liege daran, dass die auf der menschlichen Haut lebende Parasiten bei ihrem Stoffwechsel feste Verbindungen wie Wasser, Säure und Salze in Ausdünstungen umwandelten. Dadurch komme es zum charakteristischen Schweißgeruch. Die Forscher hoffen, mit diesen Erkenntnissen einen Beitrag im Kampf gegen Krankheiten wie Dengue- und Gelbfieber sowie Malaria leisten zu können. Sie werden von Stechmücken übertragen.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Algen produzieren Chemikalien gegen Malaria

Meldung vom Dienstag, 22. Februar 2011 - Malaria, dafür ist diese Pflanze buchstäblich zu sauber. US-Forscher entdeckten beim Tauchen vor den Fidschi-Inseln Rotalgen mit einer auffällig sauberen Oberfläche. Keinerlei Mikroorganismen hätten die Meerespflanzen besiedelt. Der Grund: Die seltenen Rotalgen produzieren Chemikalien, die sie gegen Pilz-Befall schützen. Bei Labortests fanden die Forscher heraus, dass diese chemischen Verbindungen auch andere Substanzen abtöten - unter anderem den Malaria Erreger, den Krankenhauskeim MRSA und sogar Krebszellen. Ob die Rotalgen-Chemikalien auch beim Menschen eingesetzt werden können, muss noch untersucht werden. An Malaria sterben weltweit etwa eine Million Menschen pro Jahr.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Mit Pilzen gegen Malariamücken

Meldung vom Montag, 21. Februar 2011 - Weltweit erkranken jährlich mehr als 300 Millionen Menschen an Malaria. Hunderttausende sterben an der Krankheit. Ein Problem bei der Malaria-Bekämpfung ist, dass die Erreger immer resistenter gegen Medikamente werden. Deshalb wird weltweit versucht, die Vermehrung der Anophelesmücken zu stoppen. Sie übertragen Malaria. Niederländische Forscher haben es eigenen Angaben zufolge jetzt geschafft, Mückenlarven zuverlässig mit Pilzen zu infizieren und so abzutöten. Darüber schreiben sie in dem Fachmagazin "Parasites and Vectors". Die Pilzsporen wurden auf Wasseroberflächen verteilt, auf denen sich die Larven der Anophelesmücken entwickeln. Damit die Sporen lange genug lebensfähig und infektiös blieben, vermischten die Forscher sie mit einem synthetischen Öl. Ihren Angaben zufolge gefährdet die Sporen-Kombination Fische und andere Lebewesen kaum. Die Anopheles-Larven bekämpfte sie aber offenbar effektiv: Mit Hilfe der Pilze konnten bis zu 50 Prozent mehr Larven abgetötet werden, als ohne Sporeneinsatz. Weniger als 20 Prozent der Larven erreichten überhaupt noch das Puppenstadium.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

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by Dr. Radut