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Stammzellen

Stammzellen können womöglich bei Herzinsuffizienz helfen

Meldung vom Montag, 14. November 2011 - Diese Forschungsergebnisse könnten ein wichtiger Schritt in der Erforschung von Herzerkrankungen sein. Im britischen Fachblatt "The Lancet" berichten Forscher vom Einsatz von herzeigenen Stammzellen gegen Herzschwäche. Sie verringern nach ihrer Darstellung die Narben eines Infarkts und verbesseren die Kontraktionskraft des Organs. Die Wissenschaftler berichten weiter, die Behandlung mit herzeigenen Stammzellen bei Tieren schon erfolgreich erprobt zu haben. Für die Erprobung am Menschen wurden die eigenen Stammzellen insgesamt 16 Patienten zugeführt, die an Herzinsuffizienz litten.

Ebenfalls in "The Lancet" wendet der Essener Wissenschaftler Gerd Heusch ein, der Mechanismus, wie sich durch die eigenen Stammzellen die Herzfunktion verbessere, sei noch unklar. Die Erkrankung von Herzgefäßen, bei der die Gefäße verstopften und Gewebe abstirbt gehört zu einer der häufigsten Ursachen von Herzversagen in der westlichen Welt.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Klein, aber fein: Forscher untersuchen Unterschiede zwischen künstlichen und embryonalen Stammzellen

Meldung vom Montag, 12. September 2011 - Die Unterschiede sind klein, aber möglicherweise entscheidend. Forscher der Universität Wisconsin haben nachgewiesen, dass künstlich umprogrammierte und embryonale Stammzellen unterschiedliche Eiweiße herstellen. In ihren Experimenten untersuchten sie mehrere Stammzelllinien beider Typen: solche, die aus voll ausgebildeten Körperzellen in den Stammzell-Zustand zurückprogrammiert worden waren und solche, die von Embryonen stammen und deshalb noch nicht ausdifferenziert sind. Sie stellten fest, dass sich deren Eiweiße zu 99 Prozent gleichen. Ein Prozent der Proteine aber wies Unterschiede auf.

Die Forscher schreiben in der Fachzeitschrift "Nature Methods", es sei noch unklar, welche Folgen das habe. Möglicherweise beeinflussten diese Unterschiede aber die Fähigkeit der Zellen, sich in verschiedene Gewebe umformen zu lassen. Genau das ist aber die Hoffnung vieler Wissenschaftler: Wenn es gelänge, Körperzellen zunächst in Stammzellen zu verwandeln und sie dann zum Teil eines anderen Gewebes zu machen, könnte diese Technik zum Beispiel bei Diabetes eingesetzt werden. Die Verwendung von embryonalen Stammzellen ist ethisch umstritten.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Bedrohte Tierarten: Stammzellen könnten sie retten

Meldung vom Montag, 5. September 2011 - Das beste Mittel gegen das Aussterben von Tierarten sei es, ihren Lebensraum zu erhalten. Aber wenn man auch die Arten retten wolle, die bereits völlig aus ihrem natürlichen Lebensraum verschwunden seien, dann müssten wir neue Methoden entwickeln. So formuliert es Oliver Ryder vom San Diego Zoo Institute for Conservation Research.

Zum Beispiele könne die Stammzelltechnik helfen, bedrohte Tierarten vor dem Aussterben zu bewahren. Ryder und seinen Kollegen ist es nun erstmal gelungen, aus Hautzellen des Weißen Nashorns und einer seltenen Affenart Stammzellen zu züchten. Von der Nashornart gibt es nur noch sieben Tiere, die in Zoos leben. Wie die Forscher im Fachjournal "Nature Methods" schreiben, können sich die Zellen jetzt in jeden Zelltyp des Körpers unwandeln. Und die daraus erzeugten Keimzellen könnten dann mit Hilfe künstlicher Befruchtung für Nachwuchs der bedrohten Tiere sorgen.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Erste Transplantation einer mit Stammzellen besetzten Luftröhre

Meldung vom Freitag, 8. Juli 2011 - Patienten müssten nicht mehr auf ein Spenderorgan warten. Diese Hoffnung weckt der Erfolg eines Chirurgenteams von der Universitätsklinik Huddinge in Schweden. Die Mediziner melden, es sei zum ersten Mal gelungen, einem Patienten eine künstliche Luftröhre einzusetzen, die mit seinen eigenen Stammzellen besetzt sei.

Experimente mit einem künstlichen Gerüst und menschlichen Stammzellen laufen bereits seit mehreren Jahren. So gelang es Medizinern aus Stuttgart bereits, Patienten mit schweren Luftröhrenverletzungen größere Teile des Organs zu ersetzen: mit Implantaten aus Schweinedarm als Gerüst für Stammzellen, die aus dem Oberschenkel des Patienten entnommen wurden. In Schweden gelang jetzt erstmals die Transplantation eines vollständigen Organs.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Forscher: Stammzellen machen Leberkrebs so aggressiv

Meldung vom Freitag, 8. Juli 2011 - Stammzellen sind Alleskönner. Sie können sich im Gegensatz zu allen anderen Körperzellen in jede Art von Zellen verwandeln. Lungenzellen, Leberzellen, Hautzellen - was auch immer. Dass das durchaus nicht nur positiv ist, haben Forscher aus Hongkong herausgefunden. Sie haben nachgewiesen, dass Stammzellen bei einer besonders agressiven Form von Leberkrebs eine große Rolle spielen. Demnach sorgen die Stammzellen dafür, dass sich der Krebs wieder neu bilden kann, selbst wenn die Wucherung operativ entfernt wurde; außerdem seien sie resistent gegen Chemotherapie, verbreiteten sich über den ganzen Körper und bildeten Metastasen.

Die Forscher hoffen, dass sie mit dem neuen Wissen bessere Methoden entwickeln können, um den aggressiven Krebstyp zu bekämpfen.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

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by Dr. Radut