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Untreue: Klimawandel führt offenbar zu Polygamie und Untreue bei einigen Vogelarten

Meldung vom Freitag, 17. Februar 2012 - Das Wetter ist schuld an der Untreue - zumindest bei einigen Vogelarten. Das ist das Ergebnis einer langjährigen Studie von US-Forschern. Im Fachmagazin "PLoS ONE" schreiben sie, ein unberechenbares Klima fördere das Fremdgehen und den Partnerwechsel bei Vögeln. Je stärker das Klima schwanke und je unsicherer die Wetterbedingungen seien, desto häufiger wechselten Spatzen, Schwalben, Enten und andere Vögel ihre Partner. Auch Kuckuckskinder kommen laut den Forschern dann häufiger vor.

Grund für diese klimabedingte Polygamie sei eine Anpassung der Vögel an ihre Umwelt: Die Paarung mit mehreren Partnern erhöhe die Chance, dass mindestens ein Junges die Gene haben wird, um mit zukünftig wechselnden Bedingungen zurechtzukommen.

Für ihre Studie hatten die Forscher Daten zu mehr als 200 Vogelarten gesammelt und ausgewertet. Über Jahre hinweg prüften sie zwei Faktoren: Wie viele Kinder in den Nestern Kuckuckskinder waren und ob das Weibchen von einer Brutsaison zur nächsten ihren Partner wechselte. Den Forschern zufolge waren Vögel besonders polygam, wenn sie an Orten mit starken saisonalen oder unberechenbaren Wetterveränderungen lebten.

Quelle: DRadio Wissen

 

 




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