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Gestresste Zellen aktivieren Hepatitisviren

Meldung vom Samstag, 11. Februar 2012 - Manchmal ergibt eins und eins eben doch nicht zwei. Davon haben sich Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum und der Uni Heidelberg überzeugt. Sie suchten nach einer geeigneten Therapie für Empfänger von Spenderorganen. Deren Immunsystem muss gedämpft werden, damit es das fremde Organ nicht abstößt. Gleichzeitig muss der Körper aber weiterhin in der Lage sein, Virusinfekte in Schach zu halten.

Nun gibt es bereits Substanzen, die beide Zwecke erfüllen. Wie die Wissenschaftler feststellten, geht die Rechnung "1 + 1 = 2" aber trotzdem nicht immer auf. Zum Beispiel bei Patienten, die wegen Hepatitis B eine fremde Leber bekommen haben. Der Grund: Wenn die Substanzen das Immunsystem dämpfen, führt das zu Stress in den Abwehrzellen. Es bildet sich ein Stressprotein, das die Hepatitis-Infektion wieder aufflammen lässt.

Nach Angaben der Forscher geschieht also genau das Gegenteil dessen, was eigentlich bezweckt war.

Quelle: DRadio Wissen

 

 




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