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Erstmals scharfe Bilder vom Mäusehirn

Meldung vom Freitag, 3. Februar 2012 - Auch Wissenschaftler können sich an Videos erfreuen Zum Beispiel wenn sie zum ersten Mal extrem scharfe Live-Bilder aus dem Gehirn einer lebenden Maus zeigen. Von dieser Aufnahme berichten Forscher jetzt im Fachjournal "Science". Dabei haben sie beobachten können, was sich in den feinen Verästelungen der Mäuse-Nervenzellen tut.

Das Team um den deutschen Physiker Stefan Hell benutzte dafür das von ihm selbst entwickelte STED-Lichtmikroskop, welches Strukturen sichtbar machen kann, die rund 1.000 Mal feiner sind als ein Haar. Dieses spezielle Mikroskop ermögliche es, in die molekularen Strukturen von lebenden Zellen vorzudringen. Mit üblichen Lichtmikroskopen sei dies unmöglich und mit Elektronenmikroskopen ließen sich nur präparierte, tote Zellen untersuchen.

Lange Zeit nahmen Wissenschaftler an, dass Objekte, die enger als 200 Nanometer beieinander liegen, nicht voneinander getrennt abgebildet werden können. Hell behalf sich mit fluoreszierende Molekülen und überwand die Grenze. Mit seiner Technik werden eng benachbarte Details zeitweise dunkel gehalten, so dass sie nicht gleichzeitig, sondern nacheinander aufleuchten und daher unterschieden werden können. Wie Hell der Nachrichtenagentur dpa sagte, öffnet der Blick direkt in den Organismus eine neue Tür in der Neurologie und kann Erkenntnisse über Krankheiten wie Alzheimer, Autismus oder Parkinson liefern.

Quelle: DRadio Wissen

 

 




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