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Mehr Malaria-Tote als bisher angenommen

Meldung vom Freitag, 3. Februar 2012 - Die Tropenkrankheit Malaria fordert pro Jahr doppelt so viele Opfer wie bisher angenommen. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler nach der Auswertung von Daten aus über 100 Ländern. 2010 seien 1,2 Millionen Menschen an Malaria gestorben - also weit mehr, als die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt. Wie die Forscher im Fachmagazin "The Lancet" berichten, ist vor allem die Zahl der erwachsenen Opfer gravierend unterschätzt worden. Statt 90.000 Toten seien über 500.000 Erwachsene an Malaria gestorben. Wer sich als Kind angesteckt habe, könne entgegen bisheriger Annahmen später erneut krank werden.

Insgesamt sei die Zahl der Opfer zwischen 1980 und 2010 zurückgegangen. Das höchste Risiko besteht den Angaben zufolge nach wie vor in Afrika. Die Forscher gehen davon aus, dass die Opferzahl erst in knapp zehn Jahren auf unter 100.000 jährlich sinken könnte. Dafür müssten die entsprechenden Gesundheitsprogramme weiterhin ausreichend finanziell unterstützt werden.

Quelle: DRadio Wissen

 

 




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