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Wie man Stressreaktionen dämpfen kann

Meldung vom Freitag, 30. September 2011 - Der Stress ist das Problem - oder vielmehr unsere körperliche Reaktion darauf. Die Evolution hat uns darauf programmiert, bei Gefahr entweder zu flüchten oder sich in den Kampf zu stürzen. Leider ist das kontraproduktiv, wenn wir den Stress nicht wegen eines Tigers empfinden, der uns gegenüber steht, sondern zum Beispiel in einer Prüfungssituation.

Autisten stehen häufiger vor Problemen solcher Art: In ihrem Gehirn sind die Nervenzellen anders verdrahtet und hängen schon bei kleineren Anlässen in einer Stressreaktion fest. Die Folge sind unter anderem Sprachstörungen und Probleme bei der sozialen Verständigung.

Forscher der Universität Missouri haben einen Weg gefunden, dieses Problem zu bekämpfen: Sie entdeckten, dass der Wirkstoff Propanolol, der normalerweise gegen zu hohen Blutdruck eingesetzt wird, bei Autisten den Sprachfluss  verbessern kann und auch ihre Fähigkeit, mit anderen Menschen Kontakt aufzunehmen. Sie führen das darauf zurück, dass Propanolol die Stressreaktion des Körpers dämpft und so den Weg frei macht für Aktionen, die dadurch sonst unterdrückt worden wären.

Quelle: DRadio Wissen

 

 




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