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Norwegen: Verbot von Prostitution hat Einstellungen der Bevölkerung beeinflusst

Meldung vom Dienstag, 27. September 2011 - Seit über zwei Jahren ist Prostitution in Norwegen verboten. Nun haben norwegische Forscher untersucht, inwieweit sich das neue Gesetz auf die Einstellungen der Menschen ausgewirkt hat. In seiner Doktorarbeit schreibt Andreas Kotsadam, zwar hätten die meisten Norweger ihre Meinung zur Sexarbeit nicht geändert. Aber die Menschen in Oslo sähen das Verbot mittlerweile positiver. Der Forscher erklärte, man sähe oft, dass Gesetze einen größeren Einfluss auf diejenigen hätten, die sie stärker beträfen. So bekäme man in Oslo die Auswirkungen der Prostitution eher mit als im Rest des Landes.

Außerdem wies der Wissenschafler auf ein anderes Problem hin, das hinter der Prostitution steht: der Menschenhandel. Nach der Auswertung verschiedener Daten habe sich gezeigt, dass der Menschenhandel abnehme, wenn ein Land Prostitution verbiete. Das Verbot mache es schwieriger, das Geschäft zu betreiben und auch teurer.

Für seine Studie befragte der Norweger 2.500 Menschen jeweils zwei Mal - einmal vor und einmal nach der Einführung des Gesetzes.

Quelle: DRadio Wissen

 

 




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