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Kleinkinder schlafen schlechter, wenn Eltern streiten

Meldung vom Mittwoch, 11. Mai 2011 - Schon Babys leiden offenbar an den Eheproblemen ihrer Eltern. Forscher beobachteten für das Fachmagazin "Child Development" 350 Familien über einen Zeitraum von neun Monaten. Besonders schauten sie darauf, ob die Kinder gut einschlafen konnten. Zu Beginn der Studie waren die Babys neun Monate alt. Um genetische Einflüsse auszuschließen, nahmen nur Familien teil, die ihre Kinder adoptiert hatten. Dort wo die Partner stritten und überlegten sich zu trennen, zeigte sich, dass die Kinder auch mit eineinhalb Jahren noch Probleme hatten einzuschlafen. Die Wissenschaftler schreiben, umgekehrt habe der Zusammenhang nicht bestanden. Die Beziehungsprobleme entstünden nicht, weil die Kleinen schlecht schliefen. Ihre Studie zeige, dass Kinder die Probleme ihrer Eltern schon viel früher mitbekämen, als zuvor angenommen.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Forscher entdeckt neue Muschelkrebs-Art

Meldung vom Dienstag, 10. Mai 2011 - Auf den Friedhöfen fand sich neues Leben - in diesem Fall sogar das einer ganz neuen Art. Der Leipziger Geologe Roland Fuhrmann hat im sächsischen Leipzig und in Altenburg in Thüringen eine neue Art des Muschelkrebses entdeckt. Den Fund machte er eigentlich schon 1980, jetzt aber ist "Potamocypris altenburgensis" offiziell als neue Spezies anerkannt.
 
Muschelkrebse sind meist 0,5 bis 2,0 Millimeter groß und leben nur wenige Monate zwischen Frühjahr und Herbst. Ihren empfindlichen Weichkörper schützen sie mit zwei muschelähnlichen Schalen aus Kalk. In der Fachzeitschrift "Mauritiana" wird die neue Art jetzt erstmals beschrieben.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Wie Fingerabdrücke wachsen

Meldung vom Dienstag, 10. Mai 2011 - Bisher hatte das Bundeskriminalamt ein Problem. Die Fingerabdrücke eines Menschen aus dem Jugend- und dem Erwachsenenalter waren nicht immer als dieselben zu erkennen. Forscher der Universität Göttingen haben die Sache jetzt gelöst. Sie entschlüsselten die Gesetzmäßigkeiten, die das Wachstum von Fingerabdrücken bestimmen: Während ein Mensch vom Jugendlichen zum Erwachsenen wird, wachsen seine Fingerabdrücke proportional zur Körpergröße mit, und zwar in alle Richtungen gleichmäßig. Das war nicht von vornherein klar: Menschliche Knochen zum Beispiel wachsen vor allem in die Länge und werden schmaler. Wie Fingerabdrücke sich im Wachstum verändern, lässt sich dank der Arbeit jetzt mithilfe einer Tabelle vorhersagen. Der Praxistest zeigte: 47 von 48 konnten korrekt zugeordnet werden. Die Methode schlägt damit die des BKA: Dessen Programm erkannte im Test nur 38 Proben. Die Behörde hat angekündigt, die neue Methode in sein Erkennungssystem aufzunehmen.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Lesen befriedigt Verlangen nach Zugehörigkeit

Meldung vom Dienstag, 10. Mai 2011 - Ich lese, also bin ich. Aber wer und wie bin ich? Die Antworten geben Psychologen der Universität von Buffalo im Magazin "Psychological Science". Nachdem sie 140 Studenten Passagen von "Harry Potter" und der Vampir-Saga "Twilight" lesen ließen, befragten sie sie dazu und zu ihrem Befinden. Und siehe da: Die Mehrheit der Probeleser fühlte sich zu den Charakteren hingezogen. Mehr noch: Sie fühlten sich wie ein Teil der erlesenen Welt. Das wiederum habe die generelle Zufriedenheit der Probanden erhöht. Die Ergebnisse gelten laut den Forschern auch dann, wenn man sich mittels eines Films oder eines Radios in eine andere Welt beamt.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Wie Forscher mit Delphinen sprechen wollen

Meldung vom Dienstag, 10. Mai 2011 - Was sie vorhaben, klingt wie Franz von Assisi 2.0: US-amerikanische Forscher wollen wild lebende Delphine nicht nur verstehen, sondern auch mit ihnen sprechen. Sie haben dafür ein System entwickelt, das wegweisend "CHAT" heißt. Es funktioniert so: Der Wissenschaftler schnallt sich einen Mini-Computer um und taucht zu den Delphinen. Damit kann er die Hochfrequenzlaute wahrnehmen, die die Tiere von sich geben, um zu kommunizieren. In der Hand hält er ein zweites Gerät, mit dem er ebensolche Wellen aussenden kann.

Acht Signale haben die Forscher schon entwickelt. Sie sollen zum Beispiel bedeuten: "mit Algen spielen" oder "im Kielwasser eines Bootes schwimmen". Der Mini-Computer arbeitet mit einer Software, die erkennen soll, von welchem Delphin die Antwort kommt und was sie bedeutet. So soll das Programm nach und nach die Grundlagen der Delphinsprache lernen. Erste Tests laufen in Florida.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

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by Dr. Radut