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Wie Menschen ihre Kindheit vergessen

Meldung vom Mittwoch, 11. Mai 2011 - Für die meisten Menschen beginnt die eigene Kindheit erst im Alter von etwa drei bis vier Jahren.

Denn an Dinge, die sie davor erlebt haben, können sich die meisten Erwachsenen nicht erinnern. Wissenschaftler der "Memorial University" von Neufundland haben nun untersucht, wann die sogenannte infantile Amnesie beginnt. Sie befragten 140 Kinder im Alter von vier bis 13 Jahren nach ihren frühesten Erinnerungen. Darüber schreiben sie in der Zeitschrift "Child Development".

Waren die Interviewten bei der ersten Befragung zwischen vier und sieben Jahren alt, erzählten sie von Dingen, an die sie sich zwei Jahre später nicht mehr erinnern konnten. Bei den 10 bis 13-Jährigen hingegen, blieben die Erinnerungen auch beim zweiten Gespräch weitgehend gleich. Die Forscher schlussfolgern, dass die alten, sehr frühen Erinnerungen schon im Laufe der Kindheit durch neue ersetzt werden. Man wird also nicht nur älter, sondern vergisst auch, wie es war, ein kleines Kind zu sein.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Forschungsflugzeug aus der Arktis zurückgekehrt

Meldung vom Mittwoch, 11. Mai 2011 - Sechs Wochen lang war die Polar 5 in der Arktis unterwegs. Jetzt ist das Forschungsflugzeug des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung nach Bremerhaven zurückgekehrt. Eine seiner Hauptaufgaben war es, zu messen, wie dick das Meereis an verschiedenen Stellen in der Arktis ist. Noch müssen die Daten zwar ausgewertet werden. Das Institut teilte aber bereits mit, dass die Eisdecke in der Beaufortsee nördlich von Kanada und Alaska dünner war als in den zwei Jahren zuvor. Bei einem Durchschnitt von nur einem Meter 40 erwarten die Experten, dass das Eis im Sommer komplett schmelzen wird. An der Expedition waren auch die europäische und die amerikanische Weltraumagentur beteiligt. Unter anderem sollte überprüft werden, wie genau die Messungen des Satelliten CryoSat-2 sind. Auch er vermisst das arktische Meereis.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Umweltschützer fordern Ausweitung der Schutzzonen in der Ostsee

Meldung vom Mittwoch, 11. Mai 2011 - Ein Bild sagt mitunter mehr als tausend Worte: Die Umweltschutzorganisation Oceana hat den Zustand der Ostsee dokumentieren lassen - mit Fotos vom Meeresgrund.

Bei einer Expedition zwischen Dänemark und Schweden haben sie nach eigenen Angaben zahlreiche tote Flächen gefunden und fotografiert. Diese entstünden durch Überfischung, zerstörerische Fangpraktiken und Umweltgifte. Die Organisation fordert deswegen, die Schutzzonen in der Ostsee auszuweiten. Derzeit liege der Anteil bei 12 Prozent der Ostseefläche, er solle auf 20 bis 30 Prozent steigen.

Bei der Expedition habe es aber auch erfreuliche Fotos gegeben. Laut der Organisation wurden Fische und andere Lebewesen an Orten entdeckt, wo man sie nicht mehr vermutet hatte.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Zeitungsleser verraten, wie Sprache verarbeitet wird

Meldung vom Mittwoch, 11. Mai 2011 - Wenn Zeitungsleser auf einen langen Schachtelsatz stoßen, muss das Gehirn ihn mühsam zerlegen. Was dabei genau passiert, untersucht die Sprachwissenschaftlerin Vera Demberg von der Universität des Saarlandes. Sie bedient sich dafür der Blickerfassung. Die scannt, an welchem Wort das Auge wie lange verweilt. Daraus könne man Rückschlüsse ziehen, ob der Leser Schwierigkeiten hatte, einzelne Wörter oder Sinnzusammenhänge zu verstehen. Die Ergebnisse der Blickerfassung glich sie mit gängigen Theorien zur Sprachverarbeitung ab und entwickelte sie weiter. Laut der Universität kann ihr Modell in der Praxis dazu dienen, den Schwierigkeitsgrad von Texten festzustellen und die Kommunikation von Mensch und Maschine zu verbessern. Für ihre Arbeit erhält Demberg den Dissertationspreis der US-amerikanischen "Cognitive Science Society". Er ist mit 10.000 Dollar dotiert.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Max-Planck-Forscher untersuchen kriminelles Verhalten von Senioren

Meldung vom Mittwoch, 11. Mai 2011 - Trau keinem über 30. Neue Forschungsergebnisse vom Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg rücken den alten Sponti-Spruch in neues Licht. Fazit einer Untersuchung: Kriminelles Verhalten sei auch unter Senioren keine Seltenheit. Für eine Studie befragte eine Soziologin 2000 Männer und Frauen zwischen 49 und 81 Jahren aus der Region Südbaden. Insgesamt habe sich gezeigt, dass ältere Menschen vorwiegend Betrugs- und Vermögensdelikte begingen. Den ersten Platz in der Rangfolge der Straftaten nehme Trunkenheit am Steuer ein: Nahezu jeder Vierte gab der Forscherin zufolge an, seit seinem 50. Geburtstag mindestens einmal betrunken Auto gefahren zu sein. Diese Ergebnisse bringen eine neue Perspektive in die Kriminalitätsforschung, denn über Seniorenkriminalität ist noch wenig bekannt. Ob diese Studie für den Raum Südbaden für ganz Deutschland repräsentativ sei, müssten allerdings weitere Studien klären.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

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by Dr. Radut